Dr. med. dent. H.P. Olbertz MSc
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Zahnprophylaxe - gesund sein und bleiben

Gute Zahnprophylaxe für gesunde Zähne und mehr

Wohl dem, der gesunde Zähne hat. Gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch

  • sehen gut aus
  • ermöglichen optimales Kauen und damit den Genuss knackiger Äpfel, Nüsse usw.
  • ersparen manchen Besuch beim Zahnarzt
  • machen kostspieligen Zahnersatz überflüssig
  • sind ein Plus für die gesamte Gesundheit.

Nicht ohne Grund beurteilen Viehhändler seit jeher den Gesundheitszustand eines Tieres auch anhand seines Gebisses. Tatsächlich geht es bei gesunden Zähnen weit mehr als um den Erhalt der Kaufunktion:

  • Parodontitis ist nachgewiesenermaßen ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – von der Arteriosklerose bis zum Herzinfarkt.
  • Parodontitis und Diabetes scheinen sich gegenseitig zu begünstigen.
  • Parodontitis wird auch im Zusammenhang mit einem höheren Frühgeburtsrisiko und einem niedrigeren Geburtsgewicht gesehen.
  • Wurzelbehandelte und andere tote Zähne sind ein ständiger Störfaktor im Körper, der uns u.a. mit Giftstoffen und Entzündungsfaktoren belastet.
  • Keine Zahnfüllung bzw. Zahnersatz ist zugleich so belastbar und so gut verträglich wie der eigene gesunde Zahn. Daher ist aus Sicht der ganzheitlichen Zahnmedizin jeder behandelte, aber auch gezogene Zahn (Narben) ein potenzielles Störfeld, das zu Beschwerden an anderen Stellen im Körper (z.B. Kopfschmerzen, Knieschmerzen) führen kann.
  • Bissstörungen können sich negativ auf den gesamten Bewegungsapparat auswirken.

Gesunde Zähne sind also ein Stück Gesundheit und Lebensqualität, das sich zu erhalten lohnt!

Was ist eine gute Zahnprophylaxe?

Eine gute Zahnprophylaxe sollte individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Wir sprechen daher auch von „Individualprophylaxe“. Diese sollte mind. 2x jährlich wiederholt werden.

Die Inhalte einer Individualprophylaxe in unserer Zahnarztpraxis setzen sich wie folgt zusammen:

  1. Aufklärung über die Folgen von Plaque bzw. Biofilm
  2. Demonstration der richtigen Putztechnik nach Bass
  3. Dokumentation der Plaquebesiedelung an den Zahnoberflächen
  4. Reinigung der Zahnoberflächen, Politur, Fluoridierung
  5. Subgingivale Küretage bei vorhandenen Zahnfleischtaschen

Dabei kommen nicht alle Schritte bei jedem Patienten zur Anwendung. Das hängt z.B. vom Alter des Patienten, dem Gesundheitszustand von Zähnen und Zahnfleisch und von den individuellen Wünschen des Patienten ab.

Bei Kindern und Patienten, die neu in unserer Praxis kommen, sind uns die Beratung und die Demonstration der verschiedenen Hilfsmittel besonders wichtig. Bei Patienten, die nur eine professionelle Zahnreinigung wünschen, werden nur die Zahnoberflächen gereinigt und poliert. Bei weniger motivierten Patienten mit Taschenbildung (Parodontitis) bzw. Zahnfleischentzündung (Gingivitis) reicht dies in der Regel nicht aus.

Zahnbeläge belasten Zähne und Zahnfleisch

In einem gesunden Mund tummeln sich Unmengen von Bakterien – rund 10 Millionen pro Milliliter Speichel. Dabei umfasst unsere Mundflora Hunderte von Bakterienarten. Die meisten dieser Bakterien sind harmlos oder unterstützen uns sogar – z.B. bei der Abwehr von Krankheitserregern. Die schädliche Minderheit wird normalerweise von den anderen Bakterien und unserer Abwehr unter Kontrolle gehalten. In einer gesunden Mundflora herrscht demnach immer ein Gleichgewicht zwischen „gesunden“ und potenziell krankmachenden Bakterien.

Zur Bedrohung für Zähne und Zahnfleisch können diese krankmachenden Bakterien werden, wenn sie auf Zähnen einen festen Belag bilden oder sie sich übermäßig stark vermehren. Wenn Zähne nicht regelmäßig gründlich geputzt werden, verdichtet und verhärtet sich der Bakterienplaque so weit, dass er durch noch so gründliche häusliche Zahnpflege nicht mehr zu entfernen ist. Dann ist der Zahnarzt mit einer professionellen Zahnreinigung gefragt.

Bereits vielen Kindern als Karius und Baktus bekannt sind Kariesbakterien. Normalerweise ist Zahnschmelz als die härteste Substanz in unserem Körper äußerst robust. Seine größte Schwäche ist jedoch sein hoher Kalkanteil, der ihn für Säuren empfindlich macht. Und genau diese Achillesferse nutzen Kariesbakterien wie Streptococcus mutans. Beim Abbau von Speiseresten und Zucker scheiden sie Säuren (z.B. Milchsäure) aus, die dann unseren sonst so widerstandsfähigen Zahnschmelz angreifen. So wird der Karies immer mehr der Weg gebahnt.

Während Karies früher der Hauptgrund für Zahnverlust war, hat inzwischen die Parodontitis mächtig aufgeholt. Bei über 40-Jährigen gilt Parodontose heute als Hauptgrund für Zahnverlust. Auch hier spielen Zahnbeläge – und damit die Zahnpflege – eine zentrale Rolle. Bei der chronischen Parodontitis und der Periimplantitis sind es vor allem Bakterien wie Actinobacillus actinomycetemcomitans und Porphyromonas gingivalis, deren Ausscheidungsprodukte zu Entzündungen am Zahnfleisch und dem restlichen Zahnhalteapparat führen. Im Laufe der Zeit bilden sich dann Zahnfleischtaschen, durch die die gefürchteten Bakterien in die Tiefe eindringen und den Zahnhalteapparat weiter zerstören können.

Neben Zahnbelägen, die unbedingt regelmäßig durch gründliche Zahnpflege entfernt werden sollten, sind noch andere Risikofaktoren bei der Entstehung von Karies und Parodontitis zu berücksichtigen. Bei Karies ist dies v.a. eine zucker- und säurereiche Ernährung, bei Parodontitis gehören z.B. das Rauchen oder Diabetes dazu. Darüber hinaus wird die Parodontitis zunehmend als eine opportunistische Infektion gesehen, bei der die krankmachenden (pathogenen) Bakterien nur dann wirklich Schaden anrichten können, wenn unser Immunsystem nicht in der Lage ist, sie ausreichend in Schach zu halten.

Zahnprophylaxe bei Kindern

Zahnprophylaxe beginnt schon mit der Geburt: Mütter, die ihre Babys im ersten Lebensjahr stillen, fördern damit auch deren Zahngesundheit: Anders als viele Schnuller und Flaschensauger, fördert Stillen eine gesunde Kieferentwicklung. Darüber hinaus liefert Muttermilch wertvolles Kalzium für die Zahnentwicklung.

Die richtige Zahnpflege bei Kindern beginnt mit dem ersten Zahn. Das ist nötig, weil

  • schon die Milchzähne wichtig für das spätere Gebiss sind. Damit die Milchzähne möglichst lange erhalten bleiben, müssen sie sorgfältig gereinigt werden (anfangs mit einem Wattestäbchen, später mit einer Baby- bzw. Kinderzahnbürste)
  • frisch durchgebrochene Zähne besonders kariesempfindlich sind
  • die Kinder so die richtige Putztechnik lernen (beginnend ab dem 3. Lebensjahr mit den Kauflächen, vollständig ab dem Schulalter)
  • regelmäßiges Zähneputzen für die Kinder so zur Selbstverständlichkeit wird.

Mit speziellen Mitteln können wir Zahnbeläge in unserer Zahnarztpraxis deutlich anfärben. Kinder und Eltern sind oft erschrocken, wenn sie dadurch sehen, wie viele Beläge doch noch auf den zuvor scheinbar sorgfältig geputzten Zähnen haften. Anhand des Ergebnisses erklären wir dann gern im Rahmen unseres Prophylaxe-Service, worauf Kinder und Eltern in Zukunft beim Zähneputzen stärker achten sollten.

Auch wenn Kinder möglichst früh selbst bei ihrer Zahnpflege aktiv zu werden, sollten Eltern die Zähne ihrer Schützlinge noch mindestens bis zum sechsten. Lebensjahr einmal täglich sorgfältig nachputzen.
Zur Zahnprophylaxe bei Kindern gehören darüber hinaus:

  • eine zahngesunde Ernährung (möglichst wenig Süßigkeiten sowie zucker- und säurehaltige Getränke wie Limo, Spezi usw., wenig zwischendurch essen, auch feste Kost wie z.B. rohe Möhren, nach der Mahlzeit ½ Stunde Zeit bis zum Zähneputzen lassen)
  • mindestens halbjährliche Kontrolle beim Zahnarzt
  • professionelle Zahnreinigung (ab sechs Jahren)
  • ggf. Fluoridierung der Zahnoberflächen
  • ggf. Fissurenversiegelung – dabei werden besonders tiefe, enge und damit schlecht zu reinigender Zahnfurchen mit einem Kunststoff aufgefüllt; kommt v.a. im Bereich der Backenzähne zum Einsatz
  • Karies-Risiko-Diagnostik
  • individuelle Beratung.

Die Kosten für die hier genannten zahnärztlichen Leistungen werden bei Kindern von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Die richtige Zahnpflege für zuhause

Richtiges Zähneputzen

Das richtige Zähneputzen ist durchaus ein komplexer Vorgang, der eine gewisse Koordination und Feinmotorik erfordert.

Dabei werden zunächst die Kauflächen geputzt und dann die Außen- und Innenseiten. Während früher meist empfohlen wurde, die Außen- und Innenflächen der Zähne mit kreisenden Bewegungen zu putzen, wird dies heute höchstens noch bei kleineren Kindern empfohlen, deren Feinmotorik noch nicht für die anspruchsvollere Zahnputztechnik nach Bass ausreicht. Die Bass-Technik ist nach heutigem Wissenstand die wirksamste und damit die einzig empfehlenswerte Zahnputztechnik. Dabei setzen Sie die Zahnbürste 1–2 mm unterhalb des Übergangs vom Zahn zum Zahnfleisch in einem 45°-Winkel an. Dann lösen Sie die Zahnbeläge mit einer rüttelnden Bewegung. Zuletzt entfernen Sie die gelockerten Zahnbeläge, indem Sie die Bürste vom Zahnhals nach oben hin wegrollen. Es wird also immer nur vom Zahnfleisch zur Krone gebürstet.

Richtige Zahnputztechnik nach Bass

Bei der Dauer des Zähneputzens sollten Sie sich nicht in erster Linie nach der Uhr richten. Auch wenn im Allgemeinen eine Putzzeit von 3 Minuten als ausreichend angegeben wird: Entscheidend ist, dass die Zahnbeläge gründlich entfernt wurden. Das kann z.B. bei einem Kind durchaus länger dauern.

Was die Häufigkeit des Zähneputzens anbetrifft empfehlen wir unseren Patienten, ihre Zähne mindestens einmal am Tag richtig gründlich und zusätzlich zweimal am Tag kurz zu putzen. Wichtig ist, dass die Beläge einmal am Tag komplett entfernt werden.

Die richtige Zahnbürste

Grundsätzlich kann man sowohl mit einer elektrischen als auch mit einer Handzahnbürste gute Ergebnisse erzielen – wenn Putztechnik und Putzdauer stimmen. Erfahrungsgemäß können die Beläge mit einer elektrischen Zahnbürste schneller beseitigt werden. Für Patienten, die Schwierigkeiten mit der Feinmotorik haben, wie dies häufig bei älteren Menschen der Fall ist, kann die elektrische Zahnbürste eine wertvolle Alternative sein.

Bei der Auswahl der Zahnbürste sollte zudem auf die passende Größe und die richtige Härte der Borsten geachtet werden. Zu harte Zahnbürsten können das Zahnfleisch verletzen. Umgekehrt kann es schwierig sein, mit sehr weichen Borsten alle Beläge sorgfältig zu entfernen. Deswegen empfehlen wir den meisten Patienten für ihre tägliche Zahnpflege eine Zahnbürste mit mittlerem Härtegrad.

Gleich für welche Zahnbürste Sie sich entscheiden: Wichtig ist, dass Sie die Zahnbürste rechtzeitig wechseln. Allgemein wird immer wieder empfohlen, Zahnbürsten nach 3 Monaten auszutauschen. Tatsächlich ist aber das individuelle Putzverhalten und der daraus resultierende Zustand der Zahnbürste entscheidend. Spätestens wenn Borsten verbogen sind und ihre Elastizität verloren haben, ist es Zeit für eine neue Zahnbürste. Manche Zahnbürsten haben auch einen eingebauten Farbmarker, dessen Verfärbung / Abblassen zeigt, dass Sie eine neue Zahnbürste nehmen sollten.

Zahnzwischenräume nicht vergessen

Zum richtigen Zähneputzen gehören auch die Zahnzwischenräume. Wer sie auslässt, überlässt rund 40 % seiner Zahnoberflächen den bakteriellen Belägen und Speiseresten! Da Karies zwischen den Zähnen besonders schwer zu erkennen ist, bleibt diese zudem oft länger unbemerkt und kann so mehr Schaden anrichten.

Entsprechend sollten Zahnseide und ggf. Zahnzwischenraumbürsten zur täglichen Zahnpflege dazu gehören. Kinder können in der Regel schon im Milchgebiss spielerisch Zahnseide einsetzen, nach Abschluss des Zahnwechsels ist sie unbedingt täglich notwendig. Damit Kinder mehr Spaß beim Benutzen der Zahnseide haben, können Sie speziell auf Kinder ausgelegte bunte Zahnseidenhalter mit kindlichen Motiven wie z.B. Meerestieren verwenden. Auch für Erwachsene oder für unterwegs können Zahnseidehalter eine Erleichterung sein. Ansonsten gibt es Zahnseide in verschiedenen Qualitäten und für jeden Geschmack (z.B. mit Minze, gewachst/ungewachst). Als besonders angenehm und gut reinigend werden von vielen Patienten flauschige Zahnseiden empfunden, die inzwischen von verschiedenen Herstellern angeboten werden.

Am Anfang erscheint vielen Patienten die Anwendung der Zahnseide etwas umständlich. Tatsächlich sollten Sie Zahnseide erst nach einer entsprechenden Einweisung anwenden.

Sprechen Sie uns an. Wir erklären Ihnen gern, wie Sie Zahnseide und Zahnzwischenraumbürste richtig einsetzen und geben Ihnen Tipps für Ihre tägliche Zahnpflege, damit Karies, Gingivitis und Parodontitis möglichst keine Chance haben.

Zahnprophylaxe beim Zahnarzt

Um Schäden durch Karies und Parodontose vorzubeugen bzw. diese möglichst früh zu erkennen, sollten Kinder und Erwachsene 2x-jährlich zur Kontrolluntersuchung in die Zahnarztpraxis kommen.

Darüber hinaus empfehlen wir unseren Patienten, regelmäßig professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. Mit ihr können Zahnbeläge und Zahnstein entfernt werden, die mit der häuslichen Zahnpflege nicht zu beseitigen sind. In der Regel wird die professionelle Zahnreinigung ebenfalls 2-mal jährlich empfohlen. In Abhängigkeit vom individuellen Risiko ab, das wir gern mit Ihnen besprechen, können auch kleinere oder größere zeitliche Abstände sinnvoll sein.

Kosten der Zahnprophylaxe

Für Kinder zwischen 6 und 17 Jahren, die über ihre Eltern in einer Gesetzlichen Krankenkasse mitversichert sind, werden die Kosten für eine 2x-jährliche Individualprophylaxe beim Zahnarzt von der Krankenkasse übernommen. Der Abstand zwischen zwei Untersuchungen muss dabei mindestens 4 Monate betragen.

Auch bei gesetzlich versicherten Erwachsenen wird 2x jährlich eine Zahnvorsorgeuntersuchung von der Krankenkasse übernommen. Die regelmäßige Nutzung der Vorsorgeuntersuchungen kann sich auch finanziell bezahlt machen: Wer mit Hilfe seines Bonusheftes nachweisen kann, dass er mindestens die letzten fünf bzw. zehn Jahre in Folge einmal jährlich die zahnärztliche Vorsorge in Anspruch genommen hat, darf mit höheren Zuschüssen der Gesetzlichen Krankenkasse bei bestimmten Leistungen beim Zahnersatz rechnen. Das Bonusheft können bereits Kinder ab 12 Jahren führen.

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