Praxiszentrum
für Zahnmedizin
und Prophylaxe
Dr. med. dent. H.P. Olbertz MSc
Dr. med. dent. Rolf Olbertz
Friedrichstr. 3 | 53842 Troisdorf
Tel 022 41 40 4514

Implantologie

Wenn Zähne fehlen, kann dem Patienten in der Regel durch den Einsatz von Implantaten, die dann gewissermaßen als künstliche Zahnwurzeln fungieren, geholfen werden. Das Teilgebiet der Zahnheilkunde, das sich mit dem Einsetzen von Implantaten in den Kieferknochen beschäftigt, ist die Implantologie. Sie gehört zur Zahnärztlichen Chirurgie und hat seit etwa 10 Jahren flächendeckend Einzug in die zahnärztliche Praxis gehalten.

Ausbildung in der Implantologie

Es gibt verschiedene Fachgesellschaften (DGZI, DGOI, BDIZ EDI), die spezielle Ausbildungen zum Erlernen der chirurgischen Fähigkeiten im Bereich der Implantologie, sog. postgraduale Curricula, anbieten. Zahnärzte, die ein solches Curriculum erfolgreich absolviert haben, jährlich eine bestimmte Anzahl von Implantaten gesetzt haben und in einem gewissen Umfang Fortbildungsveranstaltungen besucht haben, dürfen die Bezeichnung „Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie“ für 5 Jahre führen. Um die Bezeichnung anschließend neu beantragen zu können, müssen erneut Fortbildungen und eine bestimmte Anzahl von gesetzten Implantaten nachgewiesen werden.
Ihr Ansprechpartner für die Implantologie in unserer Praxis ist Dr. med. dent. Rolf Olbertz.

Aufgaben der Implantologie

Die Implantologie ist eine sehr erfolgreiche chirurgische Disziplin. So konnten in einer finnischen Studie für die in unserer Zahnarztpraxis verwendeten Implantate der Fa. Straumann  Einheilungsquoten von bis zu 98 % erzielt werden (Publications of the National Agency for Medicines 4/2006).
Ziel der Implantologie muss es sein, dem Patienten die Angst vor dem Eingriff zu nehmen. Viele Patienten haben noch das Trauma der Zahnentfernung (Zahnextraktion) in schlechter Erinnerung und meinen, dass die Implantation ähnliche Beschwerden hervorrufen kann.
Die Begleiterscheinungen nach dem Eingriff dürfen nicht ausgeprägt sein, denn der Patient, ob jung oder alt, möchte keineswegs für mehrere Tage vom sozialen Geschehen ausgeklammert sein, wenn er sich mit Gesichtsschwellung und Schmerzen herumplagt.
Auf der anderen Seite aber ist die Implantologie ein chirurgischer Eingriff in der Mundhöhle, der vom Körper ausgeheilt werden muss. Was kann man also tun?
Es ist überaus wichtig, dem Patienten in Gesprächen mit dem Zahnarzt die Angst zu nehmen. Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, eine vertrauensvolle Beziehung zum Patienten aufzubauen.
Des Weiteren müssen aber auch die Beschwerden nach dem Eingriff reduziert werden. Hier können homöopathische Mittel wie Arnica und Symphytum in einer bestimmten Potenz außerordentlich gut helfen. Sie stimulieren die Wundheilung und bereiten den Organismus schon auf die Heilung vor, bevor das Implantat gesetzt wird.
Die Bestimmung der Potenzen sollten dem dafür ausgebildeten Zahnarzt überlassen werden, da die Eigendosierung in der Regel nicht zum angestrebten Erfolg führt.

Einheilen des Implantates

Ist das Implantat eingesetzt, kommt es zu einer Abscheidungsreaktion des Körpers. Das Implantat ist ein Fremdkörper und wird vom Knochen knöchern eingekapselt, d.h. es wird isoliert. Dadurch wird die Festigkeit erreicht.
Die meisten Implantate bestehen aus Titan. Titan ist äußerst gewebeverträglich, es wird regelrecht vom Knochen geliebt, und somit entsteht eine einheitliche Bindung ohne Spalt zwischen Knochen und Implantat. Andere Metalle werden nur bindegewebig eingekapselt. Dies zeigt sich z.B. an vielen Kriegsverletzten, die sozusagen wandernde Granatsplitter im Knochen hatten. Diese Metallstücke konnten, wenn sie durch die Haut traten, einfach entfernt werden.
Dies darf natürlich nicht mit dem Implantat passieren, es muss ortsständig bleiben und darf vor allem nicht vom Knochen abgestoßen werden – auch nicht in 10 oder 20 Jahren. Das ist einer der wichtigsten Aspekte in der Implantologie.

Periimplantitis

Da der Knochen einem ständigen Auf- und Abbau unterliegt, muss der Knochen über all die Jahre ständig an diesem Fremdkörper „arbeiten“. Hierbei stellt sich die Frage, ob der Knochen nicht langfristig mit dieser Tätigkeit überlastet wird, vor allem wenn mehrere Implantate gesetzt wurden oder wenn der Organismus durch weitere Implantate, z.B. Hüftprothesen oder künstliche Kniegelenke, belastet wird.
In letzter Zeit wird der Implantologe zunehmend mit dem Phänomen der Periimplantitis konfrontiert. Dabei handelt es sich um einen Knochenabbau um das unter Funktion befindliche Implantat, welcher – vom Patienten unbemerkt – bei röntgenologischen Verlaufskontrollen und klinischen Untersuchungen festgestellt wird. Bemerkenswert ist, dass man diese Phänomene bei Implantaten feststellt, die schon mehrere Jahre im Knochen sind, die schon über viele Jahre eine prothetische Restauration tragen.
Überfordern wir den Organismus mit Implantaten?
Wenn ja, würde dies das Ende der Implantologie bedeuten, denn unsere Implantate hätten nur eine Erfolgsaussicht von vielleicht 5 bis 10 Jahren. Das ist für den Implantologen aber unbefriedigend. Das Implantat und damit die prothetische Restauration soll Jahre bzw. Jahrzehnte im Mund verbleiben, vorausgesetzt der Patient befolgt die zahnärztlichen Anweisungen.
Was macht der Zahnarzt bei einer Periimplantitis?
Hat sich erst einmal eine Periimplantitis ausgeprägt, muss der Knochen wieder aufgebaut werden. Durch einen chirurgischen Eingriff wird das Implantat freigelegt, die freiliegenden Gewindegänge werden mit einem Laser von Bakterien befreit, sie werden dekontaminiert, und anschließend wird der Knochen mit einem Knochenersatzmaterial wieder aufgebaut.
Wie kann man der Periimplantitis vorbeugen?
Zum einen muss die Mundpflege optimal werden. Es müssen regelmäßig professionelle Zahnreinigungen bei speziell ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden.
Darüber hinaus kann die Orthomolekulare Medizin helfen, dass es erst gar nicht zu einer Periimplantitis kommt. Eingesetzt werden dabei orthomolekulare Substanzen, die den Knochenstoffwechsel unterstützen. Der Knochen bekommt also „Stoff“, um die ständige „Einbauarbeit“ des Implantates zu ermöglichen.
Orthomolekularia sind Moleküle, die der Körper für den Stoffwechsel benötigt. „Gebt dem Körper das richtige Molekül“, den richtigen Stoff, forderte schon Linus Pauling, der Begründer der Orthomolekularen Medizin, der für seine Arbeit über die Natur der chemischen Bindung den Chemienobelpreis erhielt.
Die richtigen Stoffe sollten wir eigentlich durch unsere Nahrung zu uns nehmen, aber leider enthält die Nahrung zu wenig dieser wichtigen Moleküle, die Orthomolekulare Medizin kann hier unterstützend eingreifen.(Ganzheitliche Grundlagen der orthomolekularen Parodontose-Therapie)
Als Beispiel sind Magnesium, Calcium und die Vitamine A, E und K zu nennen. Sie müssen in naturreiner Form verabreicht werden, dürfen also nicht künstlich sein. Denn künstliche Stoffe helfen nicht, weil für ihren Abbau wichtige Stoffwechselmoleküle gebraucht werden, die so dem Körper entzogen werden.
Die Periimplantitis wird ein großes Problem der Zukunft werden. Umso wichtiger ist es, den Organismus mit Hilfe der Orthomolekularen Medizin zu stärken, um die Periimplantitis zu verhindern.
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